Europa ist auf der Pilgerschaft geboren und das Christentum ist seine Muttersprache

Der berühmte Ausspruch von Goethe macht deutlich, dass die Pilgerschaft die grundlegende Spiritualitätserfahrung des Mittelalters im Okzident war. Ausgerüstet mit Pilgertasche und Wanderstab richtete sich der Pilger auf sein Ziel aus.

Im Blick hatte er dabei die drei Peregrinationes maiores: Rom, Santiago und Jerusalem. Ein fein verzweigtes Wegenetz über Land und Meer führte zu den heiligen Stätten, zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus, zum Grab des hl. Jakobus in Galizien und ins Heilige Land des auferstandenen Christus.

Seit Jahren befindet sich die Via Francigena (Frankenweg) im Zentrum eines erneuerten religiösen und kulturellen Interesses ebenso wie der Jakobsweg nach Santiago, der heute als der spirituelle Pilgerweg schlechthin gilt.


ROMEA STRATA: eine Route aus Zentralosteuropa 

 

Es war ein wichtiger Weg für alle Pilger, die aus dem östlichen Mitteleuropa zu pilgern begannen: 

vom heutigen Polen, der Tschechischen Republik und Österreich her kommend über Tarvisio-Tarvis; von den Balkanländern her durch Ungarn und Slowenien über Gorizia-Görz und aus Kroatien über Triest. 
Sie konnten ihren Weg dann auf der antiken Via Annia fortsetzen, der Abtei Nonantola zustreben und nach dem Überschreiten der Apenninen die Via Francigena (Frankenweg) erreichen. 
Von dort aus pilgerten sie dann weiter südwärts und erreichten Rom und die Häfen in Süditalien, um sich nach Jerusalem einzuschiffen oder sie richteten ihren Blick nach Nordwesten nach Santiago de Compostela.

Aus einem im März 2013 in Vicenza veranstalteten Studiensymposium zum Thema „Die Pilgerwege nach Rom, Santiago und Jerusalem in Nordostitalien” gingen die historischen Grundlagen zur Erforschung dieser antiken Pilgerwege hervor und wurden die methodologischen Voraussetzungen für dieses Projekt bestimmt.

ROMEA STRATA: "Die Zeit zum Pilgern ist gekommen"!

Das Wiederentdecken der antiken Pilgerwege ist die Gelegenheit, die es allen erlaubt, „sich aufzumachen und auf den Wegen der Freude, des Gebets, der Brüderlichkeit und der als Gnade erlebten eigenen Zeit voranzugehen!“ Mit diesen Worten fordert Papst Franziskus jeden von uns auf, sich auf den Weg zu machen......

ROMEA STRATA möchte allen diese Möglichkeit bieten, indem sie den Pilger, der sie begehen will, unterstützt und ihm alle Hilfsmittel bietet, um eine Erfahrung der Begegnung mit dem Anderen, mit den Brüdern und Schwestern und mit sich selbst zu machen.

Darum beteiligt sich l'Associazione "Ad Limina Petri",  eine christliche Vereinigung, die sich auf kirchlicher und kultureller Ebene für das Fußpilgern entlang der antiken Pilgerwege und auf der Via Francigena (Frankenweg) einsetzt und direkter Ausdruck der Italienischen Bischofskonferenz CEI und ihres Nationalen Amts für den Hirtenbrief für Freizeit, Tourismus und Sport ist, an der ROMEA STRATA und trägt dazu bei, die christliche Spiritualität des Pilgers zu verbreiten.

 

 


Romea Strata
Ufficio Pellegrinaggi - Diocesi Vicenza, Dal lunedì al venerdì 8.30 - 12.30 Contrà Vescovado, 3 • 36100 Vicenza tel. 0444-327146 • fax 0444-230896

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